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Die beste Kamera ist immer die, die du schon hast!

Um fotografieren zu können, braucht man eine Kamera. Und fürs erste ist die beste Kamera immer die, die du schon hast und mit der du umgehen kannst. Sie ist das Werkzeug mit dem du arbeitest. Dem Fotografieren mit dem Smartphone werde ich auf jeden Fall nochmal einen eigenen Artikel widmen. Aber heute ist die klassische Spiegelreflexkamera dran.

Wenn du deine Kamera gerade erst gekauft hast, dann sitzt du vermutlich wie auf glühenden Kohlen und willst endlich loslegen. Nur zu! Tob‘ dich aus, auch wenn dein Ergebnis nur eine verwackelte Taube auf dem Gehweg ist. Solange du weißt, wo der Power-Knopf und der Auslöser sind, ist doch erstmal alles in Ordnung.

Für den Fall, dass du von deiner ersten Tour mit verwackelten Tauben-Bildern schon wieder zurück bist, habe ich hier ein paar kleine Basics zusammengefasst, die dir den Umgang mit deiner neuen Kamera ungemein erleichtern.

Für den Anfang, ein kleines Nett-to-Know:

Was macht eigentlich der Spiegel in der Spiegelreflexkamera?

Warum die Spiegelreflexkamera so heißt, wie sie heißt, versteht man am besten, wenn man sich das Innere einer analogen Kamera ansieht. Um das ein bisschen besser zu veranschaulichen, habe ich unsere alte Minolta mal auseinander gebaut.

Der Spiegel in der Kamera lenkt das Licht, das auf das Objektiv fällt, hoch zum Sucher. Super wichtig, weil man will ja wissen, was man fotografiert. Außerdem verdeckt der Spiegel im Normalzustand den Film, damit dieser nicht dauerbelichtet wird.

Der Spiegel lenkt das Licht zum Sucher.
Wird ausgelöst, klappt der Spiegel nach oben und das dahinter liegende wird belichtet. In diesem Fall das Gras, weil ich das Rückenverdeck geöffnet habe.

Drückt man nun auf den Auslöser, klappt der Spiegel reflexartig nach oben. Der Sucher wird dann schwarz, weil das Licht nun nicht mehr auf den Spiegel fällt, sondern den Film uneingeschränkt belichten kann. Auf dem Bild oben rechts habe ich dabei die Rückenabdeckung geöffnet, um zu zeigen, wie durchlässig die Kamera an dieser Stelle ist, deshalb kannst du das Gras im Hintergrund sehen.

Was sind das alles für komische Knöpfe?

Der größte Unterschied zwischen einem Smartphone und einer Kamera in der Handhabung sind wohl die Einstellungsmöglichkeiten. Während eine Smartphone-Kamera wirklich denkbar simple ist – man braucht maximal den Auslöser, den Rest macht dein Handy von allein – haut dir eine klassische Kamera eine Vielzahl von Knöpfen und Einstellungsmöglichkeiten um die Ohren, die dir im schlimmsten Fall gar nichts sagen. Ich versuche mal ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen und zeige dir beispielhaft einfach meine Kamera: eine Nikon D3100.

Zugegebenermaßen wäre es recht sinnbefreit, hier einfach das komplette Benutzerhandbuch wiederzugeben. Zumal, Deine Kamera ja nicht unbedingt wie meine aufgebaut sein muss. Deshalb beschränke ich mich auf die wichtigsten Knöpfe und Einstellungen, die ich persönlich benutze.

Manueller Modus: Wie du auf dem Großen Rad links gut erkennen kannst, bieten die meisten Kameras eine Vielzahl von vorgerfertigten Modi an. Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert sind an eine bestimmt Szenerie angepasst, z.B. Sportfotografie, Portrait oder Makrofotografie. Meiner Meinung nach, geben diese Modi dem Bild nicht immer das, was es eigentlich braucht. Oder aber, ich bin ein absoluter Profi darin, den falschen Modus zu wählen. So oder so, bekommt man ein deutlich besseres Gespür für die Kamera und das Motiv, wenn man genannte Werte per Hand einstellt. (Mehr dazu in einem eigenen Beitrag).

Multiple Foto Modus: oder auch „Serienbild-Modus“. Absolut unbezahlbar für alles, was sich bewegt.

Digitaler Sucher: Super, wenn du aus irgendwelchen Gründen nicht in den manuellen Sucher gucken kannst. Bedenke aber, dass der digitale Sucher deutlich mehr Akku verbraucht und durch die stetige Umwandlung in ein digitales Bild hin und wieder ein wenig „nachzieht“.

Blitz: An dieser Stelle wäre zu erwähnen, dass du wissen solltest, wie man den Blitz kontrolliert. Es gibt kaum nervigeres, als jedes Mal vor dem Auslösen, den Blitz wieder runter zu klappen. Ich persönlich benutze in kaum. Wobei es tolle Möglichkeiten gibt, natürliches und künstliches Licht miteinander zu verbinden. Das gehört allerdings zu den Dingen, die ich noch Lernen muss. Sobald ich soweit bin, lasse ich es dich wissen.

Brennweite oder anders ausgedrückt: damit kannst du zoomen. Ungeachtet aller Einstellungen und Modi, kannst du die Brennweite immer manuell betätigen.

Autofokus vs. manueller Fokus: der Autofokus kann dir eine große Hilfe sein, denn er wird in aller Regel schneller sein als du. Wenn dein Autofokus aber ständig das „Falsche“ fokussiert, kann es helfen, auch mal selbst Hand anzulegen.

Bildstabilisator: Die Wirkung des Bildstabilisators wirst du vermutlich vor allem bei längeren Belichtungszeiten bemerken. Je länger die Belichtungszeit ist, desto schwerer wird es dir fallen, das Bild aus der Hand heraus fotografiert, nicht zu verwackeln. Ein Bildstabilisator kann dich bis zu einem bestimmten Punkt gut unterstützen. Irgendwann gerät aber auch dieser an seine Grenzen und du wirst ein Stativ oder einen festen Untergrund benötigen. Natürlich gibt es auch Fototechniken, bei denen ein Stabilisator nicht die beste Idee ist. Aber fürs erste kann ich dir nur empfehlen, ihn zu benutzen.

Objektiv lösen: Wer irgendwann einmal sein Objektiv wechseln möchte, ist gut beraten, diese Funktion zu kennen.

Denn man muss das Werkzeug kennen, das man benutzt.

Bis dahin alles Liebe

Deine Stephie

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